Woher stammt Speckstein?

Die frühesten Zeugnisse von bearbeitetem Speckstein stammen aus dem Morgenland, wie etwa die walzenförmigen Siegel und Reliefs, die 3000 v. Chr. im Iran entstanden. Der Mensch im alpinen Raum sollte noch einmal gut zweieinhalb Jahrtausende warten, bis er in klarer Kenntnis vom Speckstein, als wertvollem Werk- und Baustoff, war. Wertvoll deshalb, weil er leicht händisch zu bearbeiten ist, ohne Spezialwerkzeuge, einfach mit Messer, Feile, Säge, Griffel.

Außerdem besitzt Speckstein eine hohe Feuerfestigkeit und speichert hervorragend Wärme. Für seinen Verwendungszweck war und ist dabei der Härtegrad ausschlaggebend, der sich durch die mineralogische Zusammensetzung ergibt.

Aus den weichen Specksteinen stellte man vorwiegend Töpfe, Schüssel, Krüge, als auch Schmuck, Kultgegenstände und Grabbeigaben her. Bekannte Realien sind die Messgewichte und Fischereigeräte mit Ritzbildern und Runen der Wikinger.

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Speckstein, ein bedeutender Wärmespeicher

Härterer Speckstein diente für den Bau von Herden, Back- und Zimmeröfen, denn er speichert Wärme bis zu zehnmal besser als herkömmliche Ofenschamotte. Heißer Speckstein ist zudem die ideale Unterlage zum schonenden Garen von Speisen – ohne Fett und ohne Anbrennen. Fleisch, Fisch, Reis, Gemüse behalten so neben ihrem Eigengeschmack wertvolle Vitamine und Spurenelemente. Es verwundert daher nicht, wenn sich im archaischen Italien über Jahrhunderte hartnäckig der Glaube hielt, dass ein Topf aus Speckstein kein Gift in sich dulde, es sogar ausspritze.

In der modernen, gesundheitsbewussten Küche ersetzt man wegen dieser schonenden und schmackhaften Zubereitung immer mehr Herdplatten und Stahltöpfe durch selbige aus Speckstein.

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